Januar 14

Variantenvielfalt beherrschen: Warum moderne Vertriebsprozesse neue Antworten brauchen

Produkte: INKAS CPQ+ Logo

Varianten von Produkten waren für viele Unternehmen noch vor wenigen Jahren überschaubar. Einige Optionen, ein paar Ausprägungen, vielleicht unterschiedliche Leistungsstufen oder Baugrößen. Heute sieht die Realität anders aus. Kunden erwarten individuelle Lösungen, die exakt auf ihre Anforderungen zugeschnitten sind. Sie vergleichen Angebote nicht nur nach Preis, sondern nach Passgenauigkeit, Lieferzeit, technischer Eignung und Flexibilität.


Was früher als Sonderfall galt, ist heute die Regel. Diese Entwicklung betrifft längst nicht mehr nur den klassischen Maschinenbau oder die Automobilindustrie. Auch in der Medizintechnik, im Anlagenbau, in der Logistik  uvm. wachsen die Anforderungen an Varianten, Module und kundenspezifische Ausprägungen.


Produkte bestehen nicht mehr aus einer festen Stückliste, sondern aus einem Geflecht von Abhängigkeiten, Optionen, Ausschlüssen und technischen Regeln. Genau hier beginnt die eigentliche Herausforderung. Denn Variantenvielfalt ist nicht nur eine technische Aufgabe. Sie betrifft den Vertrieb, das Produktmanagement, die Konstruktion, die Arbeitsvorbereitung, die Produktion und den Service gleichermaßen.

Wenn Komplexität zum Risiko wird 

In vielen Unternehmen wird die steigende Produktkomplexität noch immer mit Werkzeugen gemanagt, die dafür nie gedacht waren. Excel-Listen, statische Kataloge, PDFs und individuelle Erfahrungswerte einzelner Mitarbeitender bilden die Grundlage für Angebotsprozesse.

Dieses Vorgehen funktioniert so lange, wie das Produktportfolio überschaubar bleibt. Doch sobald mehrere hundert oder tausend mögliche Kombinationen entstehen, wird es unübersichtlich. Abhängigkeiten lassen sich nicht mehr zuverlässig im Kopf behalten. Neue Mitarbeitende brauchen lange Einarbeitungszeiten. Fehler schleichen sich ein.

Ein Vertriebsmitarbeiter steht dann vor der Aufgabe, aus unzähligen Optionen die richtige Kombination zu wählen. Er muss wissen, welche Komponenten zusammenpassen, welche technischen Abhängigkeiten existieren, welche Normen eingehalten werden müssen und wie sich jede Entscheidung auf den Preis auswirkt. Gleichzeitig erwarten Kunden schnelle Antworten. Niemand möchte mehrere Tage auf ein Angebot warten, nur weil intern Rückfragen geklärt werden müssen.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Produktwissen ist häufig an einzelne Personen gebunden. Dieses Wissen ist wertvoll, aber fragil. Wenn diese Personen nicht verfügbar sind oder das Unternehmen verlassen, entstehen Lücken, die sich kaum schließen lassen.

Variantenvielfalt als strategische Chance 

Viele Unternehmen betrachten Variantenvielfalt als notwendiges Übel. Etwas, das man eben bewältigen muss, weil der Markt es verlangt. Tatsächlich kann sie aber auch ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein.

Wer in der Lage ist, individuelle Produkte schnell, sicher und wirtschaftlich anzubieten, hebt sich deutlich vom Wettbewerb ab. Entscheidend ist nicht, wie viele Varianten ein Unternehmen anbietet, sondern wie gut es diese Varianten beherrscht.

Beherrschte Komplexität bedeutet, dass Abhängigkeiten bekannt sind, Regeln sauber definiert werden und Prozesse automatisiert ablaufen, wo immer es sinnvoll ist. Statt jeden Auftrag als Sonderfall zu behandeln, wird er als Kombination aus standardisierten Modulen, Optionen und Parametern verstanden.

Dieses Denken ist die Grundlage moderner Konfigurationssysteme.

 

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Was CPQ-Systeme leisten sollen 

CPQ steht für Configure, Price, Quote. Also konfigurieren, bepreisen und anbieten. Ein CPQ-System unterstützt den Vertrieb dabei, aus einer Vielzahl möglicher Optionen die technisch korrekte und wirtschaftlich sinnvolle Kombination zu erstellen.

Es prüft automatisch, ob bestimmte Komponenten miteinander kompatibel sind, berechnet Preise in Echtzeit und erstellt Angebote innerhalb kürzester Zeit.

In der Praxis scheitern viele CPQ-Projekte jedoch an der tatsächlichen Komplexität der Produkte. Klassische Lösungen sind oft für einfache Logiken ausgelegt. Sie funktionieren gut, wenn es um klare Auswahlmöglichkeiten geht, stoßen aber an ihre Grenzen, sobald mehrstufige Abhängigkeiten, technische Berechnungen oder branchenspezifische Regeln ins Spiel kommen.

Warum Regelwerke entscheidend sind 

Im Kern geht es bei der Beherrschung von Variantenvielfalt um die systematische Abbildung von Wissen. Dieses Wissen darf nicht nur in Köpfen existieren, sondern muss strukturiert, dokumentiert und maschinenlesbar sein.

Regelwerke bilden die technische Machbarkeit ab, berücksichtigen Normen, Sicherheitsanforderungen und verhindern ungültige Kombinationen. Sie sorgen dafür, dass der Vertrieb nicht jede Entscheidung selbst treffen muss. Das System führt den Anwender durch den Prozess und gibt nur Optionen frei, die tatsächlich möglich sind.

Dieser Ansatz entlastet nicht nur den Vertrieb, sondern auch die Konstruktion. Denn viele Rückfragen entstehen genau dort, wo im Angebot Dinge versprochen werden, die technisch nicht umsetzbar sind oder später zu hohem Mehraufwand führen.

Varianten im RuleDesigner verbinden und organisieren
Kachel Screenflowdesigner

Transparenz als Erfolgsfaktor 

Ein weiterer zentraler Punkt ist Transparenz. In vielen Unternehmen weiß niemand genau, warum bestimmte Preise entstehen oder warum bestimmte Optionen ausgeschlossen sind.

Ein modernes CPQ-System macht diese Zusammenhänge sichtbar. Es zeigt, welche Optionen häufig gewählt werden, wo es Engpässe gibt und welche Kombinationen besonders profitabel sind.

Diese Informationen sind nicht nur für den Vertrieb wertvoll, sondern auch für Produktmanagement und Geschäftsführung. Sie liefern die Grundlage für strategische Entscheidungen.

Wie INKAS CPQ+ ansetzt 

Genau an dieser Stelle setzt INKAS CPQ+ von it-motive an. Die Lösung wurde speziell für Unternehmen entwickelt, die mit hochkomplexen, variantenreichen Produkten arbeiten.

Im Mittelpunkt steht ein leistungsfähiges Regelwerk, das nicht nur einfache Wenn-Dann-Logiken abbildet, sondern auch mehrstufige Abhängigkeiten, technische Berechnungen und branchenspezifische Anforderungen.

INKAS CPQ+ trennt bei den Produktmodell konsequent zwischen, technischem und kaufmännischem Regelwerk sowie der Darstellung auf der Benutzeroberfläche.

Neue Varianten, neue Module oder neue Preislogiken können ergänzt werden, ohne das System neu aufzusetzen.

Benutzerführung statt Überforderung 

Ein häufiger Fehler klassischer Konfiguratoren ist, dass sie den Anwender mit zu vielen Optionen gleichzeitig konfrontieren. Das führt zu Überforderung und Fehlentscheidungen.

INKAS CPQ+ setzt auf eine geführte Konfiguration. Der Nutzer wird Schritt für Schritt durch den Prozess geleitet. Nur Optionen, die technisch möglich und sinnvoll sind, werden angezeigt.

Das reduziert Fehler, beschleunigt den Prozess und erhöht die Akzeptanz im Vertrieb.

Integration als Voraussetzung für durchgängige Prozesse

Ein CPQ-System entfaltet seinen vollen Nutzen nur dann, wenn es nicht isoliert arbeitet. Angebote basieren auf Stammdaten aus dem ERP, technischen Informationen aus dem PLM und häufig auf CAD-Daten.

INKAS CPQ+ ist von Anfang an auf Integration ausgelegt. Es lässt sich in bestehende Systemlandschaften einbinden und sorgt dafür, dass Daten nicht mehrfach gepflegt werden müssen.

Ein Angebot, das in INKAS CPQ+ erstellt wird, kann direkt an nachgelagerte Systeme übergeben werden. Stücklisten, Arbeitspläne und technische Daten stehen sofort zur Verfügung.

Wissen sichern und skalieren

Ein oft unterschätzter Vorteil moderner CPQ-Systeme ist die Wissenssicherung. Produktlogik, Abhängigkeiten und Entscheidungsregeln werden explizit erfasst.

Was heute noch implizites Wissen einzelner Personen ist, wird systematisch dokumentiert und für alle verfügbar gemacht. Das reduziert Abhängigkeiten und erhöht die Skalierbarkeit des Unternehmens.

Neue Mitarbeitende können schneller eingearbeitet werden. Entscheidungen werden nachvollziehbar. Prozesse werden reproduzierbar.

Fazit

Variantenvielfalt ist keine vorübergehende Erscheinung. Sie ist das Ergebnis eines Marktes, der Individualisierung verlangt.

Unternehmen, die diese Entwicklung mit ungeeigneten Werkzeugen bekämpfen, werden langfristig an ihre Grenzen stoßen. Unternehmen, die sie strukturiert angehen, können daraus einen echten Wettbewerbsvorteil machen.

INKAS CPQ+ unterstützt genau diesen Ansatz. Nicht als isoliertes Tool, sondern als Teil einer durchgängigen digitalen Prozesskette.

Varianten direkt Bearbeiten mit INKAS CPQ+
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