Europaweite Einführung von SAP ERP 6.0

Europaweite Einführung von SAP ERP 6.0

Veraltete IT- Systeme und neue Kundenanforderungen machten bei S-Y Systems Technologies Europe eine Ablösung der Altsysteme erforderlich. Eine wesentliche Anforderung für den Automobilzulieferer bestand zusätzlich darin, parallel auch neue Kundenprozesse, wie z. B. Just in Sequence Szenarien, mit einzuführen.
Die größte Herausforderung vorab war jedoch die Suche nach einem kompetenten Beratungs- und Implementierungspartner. Fündig wurde S-Y beim Duisburger Systemhaus it-motive, das sowohl durch fundiertes SAP- als auch Automotive-Know-how überzeugte.


 

Bis Ende 2005 arbeitete S-Y mit dezentralen XPPS Altsystemen von Infor. Da von diesen dezentralen, teilweise lokal verantworteten IT-Systemen auf ein zentrales, extern gehostetes IT-System umgestellt werden sollte, stellte sich die Frage nach der künftigen Plattform.

Durch die Ablösung der XPPS Systeme sollten die logistischen Prozesse standardisiert und homogenisiert, die Datenqualität verbessert und die Flexibilität des Systems erhöht werden. Hinzu kamen die Pläne zur Integration einer neuen Just in Sequence Lösung. Zum Jahreswechsel 2005/ 2006 begann die Marktsichtung.

Da Microsoft die geforderte Komplexität nicht abdecken konnte und Oracle keine Lösung im Automotive Bereich anbot, zeichnete sich bereits früh eine Tendenz zu SAP ab.

Systematisierte Partnersuche

Um die Partnersuche zu systematisieren, wurde in einem Detailprojekt eine Suchmethodik mit Rankingsystem entwickelt. Der Sondierungsprozess nahm an Fahrt auf und so waren an der letzten Ausschreibungsphase nur noch drei Unternehmen beteiligt. Im September 2006 fiel schließlich die Entscheidung für das Duisburger Systemhaus it-motive.

Prozesse und Aufgabenstellungen

Das XPPS Altsystem wurde durch SAP ERP 6.0 mit der Branchenlösung IS-Automotive abgelöst. Eingeführt wurden die SAP Module Logistics Execution inklusive Warehouse Management, Sales and Distribution, JIT-Inbound/Outbound sowie Material Management und einige Funktionen des Production Planning. Folgende Prozesse und Aufgabenstellungen mussten dabei von it-motive u. a. implementiert werden:

  • Just in Time/Just in Sequence Szenarien unter Einbeziehung von SAP ACS Lösungen
  • Teileläger mit bestandsgeführten (mehrstufigen) Handling Units
  • Anbindung von mobilen Endgeräten wie Scannern
  • Anbindung eines EDI Konverters Kundenindividuelle Realisierungsaktivitäten (Label, Formulare, Erweiterungen im Just in Time/Just in Sequence Umfeld, u.a. ein Add on für die Sequenzabwicklung)
  • Integration der logistischen Prozesse in Finanzbuchhaltung und Controlling und damit verbunden die Ablösung von Schnittstellen
  • Abbildung landesspezifischer Besonderheiten z. B. in der Türkei (Erweiterungen im Wareneingangsprozess, Ausgabe von Rechnungen und Lieferscheinen auf vornummerierten Formularen)
  • STOACT-Dateien-Verarbeitung der externen Lagerdienstleister zur automatischen Auslieferungs- bzw. Umbuchungsanlage inkl. Fehlerbehandlung und Monitoring

Das Projektteam auf S-Y Seite umfasste drei bis vier Personen in Vollzeit sowie fünfundzwanzig Personen für das Gesamtprojekt in Teilzeit. Auf Seiten von it-motive waren unter der Projektleitung von Holger Schulze über die gesamte Projektlaufzeit im Durchschnitt sechs bis sieben Personen im Einsatz. Eine besondere Herausforderung für S-Y war, dass die Fachbereiche das Projekt parallel zur täglichen Arbeit realisieren mussten. Sobald ein Kunden-standort abgeschlossen war, wechselten auch die Projektteammitglieder aus dem Fachbereich.

„Es war nicht immer einfach, die für eine effiziente Projektarbeit notwendige Beteiligung der Fachbereiche zu erhalten, da das Tagesgeschäft und insbesondere die Versorgung der Kunden verständlicherweise jederzeit Priorität hatten. Dafür hatten wir auf der anderen Seite permanente Rückmeldungen aus dem Business und waren bei den Prozessen immer aktuell”, berichtet Holger Schulze von der it-motive..

Alle Details zu diesem umfangreichen Projekt, seinem positiven Verlauf und dem erfolgreichen Abschluß können Sie als PDF downloaden.

S-Y Systems Technologies Europe

S-Y Systems Technologies Europe entwickelt und vertreibt elektrische und elektronische Bordnetzsysteme für große Automobilhersteller wie BMW, Renault und Ford. Das 2001 gegründete Unternehmen mit Stammsitz in Regensburg ist ein ehemaliges Joint Venture von Siemens VDO Automotive und der Yazaki Corporation. Heute ist das Unternehmen im Besitz von Continental und Yazaki. Es beschäftigt rund 2500 Mitarbeiter an acht Standorten weltweit. S-Y ist für die Bereiche Entwicklung, Vertrieb und Logistik zuständig. Die Bordnetzsysteme selbst bezieht S-Y von Yazaki, einem der beiden Mutterkonzerne.

 

Konstant hohe Qualtität auch bei sich ändernden Kundenanforderungen!

Das Projekt zeichnete sich aus durch:
  • Hoch komplexe Logistik Prozesse
    • BMW: SPAB T/S
    • Ford: Sequenzabwicklung, Kanban
    • Renault: L3PS, Cindi, CPL2
  • Hohe Qualitätsansprüche an die IT-Prozesse
  • Neue und sich ändernde Kundenanforderungen während der Projektlaufzeit
  • SAP Standard mit anspruchsvollen, projektspezifi schen Erweiterungen u. a.
    • JIT-Inbound/JIT-Outbound
    • Streckenabwicklungen
    • HTML-basierte Transaktion zur Sequenzabwicklung direkt in SAP
    • Kundenspezifi sche RF-Transaktionen zur Prozessoptimierung im Lager
    • OEM spezifische Label und Lieferpapiere
    • Abbildung länderspezifi scher Besonderheiten, z. B. vornumme-rierte Rechnungen und Lieferscheine sowie ein spezieller Importprozess in der Türkei
  • Teamgeprägte, interdisziplinäre und interkulturelle Zusammenarbeit
  • Vollständige Integration zwischen Supply Chain und Rechnungswesen
Kontaktperson Holger Schulze
Telefon 02 03/60 87 80
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